In der letzten Juni Woche waren wir von Montag bis Mittwoch mit den Studenten der ISTL Dresden auf den Straßen unterwegs. Wir waren in Annaberg und Chemnitz und habe die Jugendlichen zum Exodus eingeladen und vielen von Jesus erzählen können. Zudem durften wir mit unserer Band NGHTNDAY und der Worship Band vom ISTL auf der Straße Musik machen, das Evangelium und persönliche Zeugnisse teilen. Zudem haben wir im Stadthallenpark Chemnitz die Aktion „Gratis Spezi/ Mate für deine Lebensgeschichte“ gemacht, bei welcher die Menschen ein kostenloses, kühles Getränke bekamen, wenn sie uns dafür etwas aus ihrem Leben erzählt haben. Die Menschen waren so offen, dass sie Schlange standen. Sie haben uns sehr tiefe Erlebnisse geteilt und wir durften dann unseren Weg mit Jesus erklären und oft für sie beten.
Lass uns dir erzählen, was wir in dieser Woche alles erlebt haben…
Pauline: „Schon während unserem kleinen Konzert ist eine jüngere Frau auf mich zugekommen und hat gefragt, ob wir danach gemeinsam ein Foto machen können. Nach unseren Songs hatten Matthias und Jacob beide noch andere Gespräche, also bin ich schon zu der Frau hin, um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Sie erzählte mir, dass sie bald nach Chemnitz zieht und heute zufällig hier ist, um sich die Stadt schon etwas anzuschauen. Sie ist bei ihren Großeltern christlich aufgewachsen und kannte dadurch Jesus schon, aber hat sich noch nie für ihn entschieden. Ich konnte ihr mein Zeugnis erzählen, wie ich zu Jesus gefunden habe und so sehr gut mit ihr connecten. Ich hatte dann auf dem Herzen, sie zu fragen, ob sie ihr Leben schon Jesus anvertraut hat und ob sie das gerne machen möchte. Begeistert sagte sie „ja“ dazu und ich durfte mit ihr ein Übergabegebet sprechen – halleluja.
Ich fühlte mich im Angesicht der Missionweek nicht vorbereitet darauf, so viel Zeit mit den Menschen auf der Straße zu verbringen und noch dazu hatte ich wenig Motivation dafür. Am Anfang der Woche sind wir dann aber in unserem Gebetshaus mit Lobpreis und Gebet gestartet und haben uns von Gott füllen und ausrüsten lassen. Und wie wir losgehen in die Stadt, überkommt mich eine riesige Freude, Begeisterung und Motivation für die Outreaches der nächsten Tage. Und trotz, dass wir an unserem ersten Missionsfeld auf mehr Ablehnung als Annahme gestoßen sind, durfte ich so strahlen vor Freude. Es fühlt sich an, als hätte Jesus ein neues Feuer für die Menschen auf der Straße und Evangelisation entzündet, was noch jetzt anhält.“
Matthias: „Als wir auf der Straße Musik gemacht haben, kam ein junger Mann vorbei, blieb stehen und war total begeistert. Er filmte eine Weile und wir kamen anschließend mit ihm ins Gespräch. Dabei erzählte er uns, dass er selbst Musik macht und in seinen Texten seine schwierige Vergangenheit verarbeitet. Wir durften unser Wissen rund um das Thema Musik mit ihm teilen, ihn ermutigen und inspirieren. Besonders bewegend war, als er uns erzählte, dass Jesus ihn aus all seinen Schwierigkeiten gerettet hat und er heute Lieder für Jesus schreibt. Er sagte, dass er selbst viel Verletzung erlebt hat, diese aber nicht an andere weitergeben möchte. Stattdessen möchte er Liebe weitergeben, genau das Gegenteil von dem, was er selbst erfahren hat. Es war so schön zu sehen, wie Gott ihn verändert hat und wie wir ihn auf seinem Weg ermutigen durften.“
Sven: „Vor einigen Wochen beteten wir für einen jungen Mann, den wir bei unserem Straßeneinsatz kennengelernt haben. Er erzählte uns von seinem großen Problem mit seinen Eltern: die Beziehung ist sehr schlecht und er ist von seinen Eltern zu Weihnachten raugeschmissen worden und lebt jetzt ganz alleine und ist sehr traurig. Er sagt, er glaubt nicht an Gott. Ich fragte ihn: Dürfen wir für dich beten und wenn Gott wirklich real ist, dann wird er die Situation verändern. Als wir dann mit den ISTL-Leuten wieder in den Straßen von Annaberg unterwegs waren, haben wir ihn wieder getroffen. Er war überglücklich und erzählte mir, dass es mit dem Gebet funktioniert hat und er wieder guten Kontakt mit seinen Eltern hat. Er erzählte auch, dass er selbst jetzt angefangen hat zu beten und Gott zu suchen. Er will jetzt anfangen in der Bibel zu lesen und auch in die Gemeinde kommen. Danke Jesus!
In Chemnitz hatten wir eine kleine Bühne mit Soundanlage am Roten Turm, einen Stand aufgebaut und auch im Park einen Platz, wo man bei der Hitze kostenlos sich eine Spezi holen konnte, wenn man bereit war seine eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Unser Programm wurde sehr gut angenommen und wir hatten viele Gespräche. Währenddessen spielte unsere Band NGHTNDAY und auch eine kleine Worship Formation. Aber dann wurde die Polizei gerufen, da sich Leute beschwert haben. Die Polizei allerdings war auf unsere Seite, hat uns verteidigt und gesagt, dass alles in Ordnung ist, wie wir das machen, da wir eine Genehmigung dafür hatten. Am Ende durften wir ein sehr gutes Gespräch mit den Polizisten, aber auch mit den Leuten, die sich beschwert haben, führen. Gott ist mittendrin!
Ganz am Ende haben wir nochmal kurz eine Biblische Geschichte geteilt und ich habe gesagt, dass Gott jeden einzelnen bedingungslos liebt und ihnen dies persönlich zuspricht. Danach kam eine Frau zu mir, die etwas Mitte 40 war und sie sagte unter Tränen, dass sie sehr angesprochen war von der Musik und Botschaft. Vor einigen Monaten ist plötzlich ihr Lebenspartner gestorben und sie war total am Boden und verzweifelt. Sie hatten beide gemeinsame Träume und einen Lebensplan, doch nun ist alles kaputt, sagte sie. Grundsätzlich glaubt sie an Gott, doch aktuell hat sie ihren Glauben verloren. Doch heute morgen schickte ihr ein Freund aus Westdeutschland einen Bibelvers, wo stand, dass Gott sie in ihrer Trauer sieht und Er ihr den Weg zeigen will. Als sie dann mit dem Fahrrad zufällig bei uns vorbeigefahren ist, wusste sie das Gott zu ihr spricht und einen Plan für sie hat. Wir durften dann für sie beten und sie ermutigen in die Gemeinde zu kommen. Danke Gott das du die Menschen siehst!“
